Granada und die islamisch-arabische Zeit Andalusiens

Granada ist eine Stadt mit rund 233.000 Einwohnern, wobei sich die einzelnen Stadtteile sehr stark voneinander unterscheiden, auch in religiöser Sicht und von der Herkunft, da Granada von sehr vielen Immigranten unterschiedlicher Länder geprägt wurde. Wenn man heute von Granada spricht, so denkt man insbesondere an die Alhambra und die ehemalige Hauptstadt während der maurischen Besetzung, aber auch an die Sierra Nevada, dessen Spitze nahezu das ganze Jahr über von Schnee bedeckt ist.
 
Im Jahr 2014 wurde Granada zur Stadt der Literatur ernannt, nachdem die Alhambra bereits 1984 zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt worden war. Die Universität Granadas ist zudem eine der beliebtesten und bedeutendsten Universitäten Europas mit einem sehr ausgedehnten Erasmus-Programm. Letzteres erklärt auch warum man in Granada rund 20 verschiedene Museen findet, die Granada auch zu einer Stadt der Kultur machen. Dank der Sierra Nevada zieht Granada das gesamte Jahr über Touristen an, da man im Winter ideale Voraussetzungen für den Wintertourismus findet, während man in der Stadt selbst im Januar noch zehn Grad messen kann.

Granada und die Alhambra
Foto: Herbert Kårlin

Die Geschichte der Stadt Granada
 
Auch wenn in der Umgebung von Granada Funde gemacht wurden die bis zum Jahr 1200 vor Christus zurückreichen, so konnte man bei Ausgrabungen in der Stadt selbst keinerlei Fundstücke entdecken die weiter zurückreichen als bis zum 7. Jahrhundert vor Christus, als die Iberer an der Stelle des heutigen Granada eine Stadt hatten die sie Ilturir nannten. Nur 100 Jahre später hatte die Stadt eine Größe eingenommen dass sie mit einer Mauer umgeben werden musste und sie erhielt, mit der Besiedelung durch die Bastenatos und der Karthager, den Namen Iliberri.
 
Der militärische Verlust Karthagos während des zweiten punischen Krieges führte dazu dass die Römer gegen das Jahr 200 vor Christus Granada ohne größere Kämpfe übernehmen konnten. Unter der Herrschaft von Cäsar erhielt Granada, dieses Mal unter dem Namen Florentinum Iliberitanum, erneut die Stadtrechte und wurde in die römische Provinz Hispania Ulterior eingegliedert. Nach mehreren Geschichtsschreibern war Granada unter der Herrschaft der Römer eine bedeutende und einflussreiche Stadt, was indes durch Ausgrabungen nicht bestätigt werden konnte.Hinzu kommt dass Granada im 8. Jahrhundert zu einem größeren Dorf geschrumpft war.
 
Zwischen dem 8. Jahrhundert und dem 12. Jahrhundert, als das gesamte Gebiet um Granada zum Emirat von Córdoba gehörte und arabische Völker Al-Ándalus (Andalusien) regierten, war die Stadt Granada unbewohnt, da sich die Araber etwa zehn Kilometer westlich ansiedelten, in Madínat Ilbira. Granada wurde lediglich im 9. Jahrhundert, auf Grund der damals noch erhaltenen Stadtmauern, zur Verteidigung des Gebietes genutzt.
 
Erst unter den Königreichen der Taifas wurde im Jahr 1013 die neue Stadt Madínat Garnata, das heutige Granada, gegründet und die Araber verließen Madínat Ilbira, so dass diese Stadt nur sieben Jahre später nur noch als Ruine existierte. Anschließend übernahmen erst die Ziriden Granada, anschließend die Berber und schließlich die Nasariner, die das Königreich Granada gründeten. Die Nasriden schufen die Stadtmauern am Hügel auf dem sich heute die Alhambra befindet und brachten Granada Reichtum und Einfluss. König Alhamar begann dann mit dem Bau der Alhambra, die erst Ende des 14. Jahrhunderts in ihrem vollen Glanz fertig gestellt war. Erst 1492 sollte dann während der Reconquista Granada von den katholischen Königen eingenommen werden.
Fortsetzung folgt ...
 
Sehenswürdigkeiten in Granada
 
Die Alhambra in Granada
Die Alhambra gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO und ist das bedeutendste Reiseziel in Andalusien, gleichzeitig aber auch das bedeutendste Bauwerk der arabischen Baukunst. Die bedeutendsten Teile des Alhambra wurden zwischen dem 13. und dem 14. Jahrhundert unter Yusuf I. und Mohamed V. erbaut, also zur Zeit der Nasriden. Die Alhambra besteht aus mehreren Teilen, also dem Teil in dem der königliche Hof regierte, zum anderen aus großartig angelegten Gärten. Der Besucher der Alhambra kann bei einer Besichtigung die bedeutendste Kunst der Epoche der Nasriden finden und hat zudem eine hervorragende Aussicht über Granada.
 
Das Museo de la Memória de Andalucía in Granada
Das Museo de la Memória de Andalucía ist das modernste Museum Granadas und richtet sich an jedes Alter, da es sich der modernsten Technik bedient und durch die multimedialen Einrichtungen einen völlig neuen Aspekt der Kunst zeigt. Die Gemäldesammlung reicht von der Romantik bis zur Gegenwartskunst mit Werken von Pablo Picasso und Georges Braque. Neben der Dauerausstellung bietet das Museo de la Memória de Andalucía auch temporäre Ausstellungen, Workshops und anderes mehr, wobei immer die aktive Teilnahme des Besuchers im Zentrum der Aktivitäten steht. Das Museum präsentiert auch die verschiedensten Aspekte Andalusiens, angefangen von den verschiedensten Aspekten der Natur, über soziales Leben bis zur Kunst und zu künftigen Projekten Andalusiens.
 
Die Capilla Real de Granada
Die Capilla Real de Granada gilt als das bedeutendste gotische Gebäude der Stadt und wurde im Jahr 1505 vom Baumeister Enrique Egas errichtet, nachdem sich die katholischen Könige Spaniens kurz zuvor dazu entschieden hatten in Granada ein Mausoleum zu errichten in dem sie selbst, und auch alle ihrer Nachkommen, begraben werden sollten. Bis zur katholischen Reconquista lag an der Stelle, die für die Capilla Real gewählt wurde, die größte Mezquita Granadas, so dass mit dem Bau der Capilla alle Reste des religiösen Baus der arabischen Zeit zerstört wurden. In diesem Mausoleum wurden, unter anderem, auch Isabel I. de Castilla und Fernando II. de Aragón begraben.
 
Das Museo de Bellas Artes in Granada
Das Museo de Bellas Artes in Granada wurde 1839 im Kloster Santa Cruz la Real gegründet und gilt daher als die älteste Pinakothek Spaniens. Das Museum zog mehrmals um bevor es schließlich im Jahr 1958 im Renaissancepalast Palacio de Carlos V untergebracht wurden, einem Annexe der Alhambra. Die Sammlung des Museo de Bellas Artes umfasst insbesondere Gemälde und Skulpturen die zwischen dem 15. Jahrhundert und dem 20. Jahrhundert entstanden, wobei die ursprüngliche Sammlung durch weitere Einkäufe erweitert wurde, aber auch dadurch dass Werke des Museo del Prado in Madrid hier ausgestellt werden.
 
Die Puerta de Elvira in Granada
Die Puerta de Elvira, auch Arco de Elvira genannt, war während der arabischen Besetzung Andalusiens der Haupteingang in die damals befestigte Stadt Granada. Die Puerta de Elvira ist damit auch das älteste der 13 Stadttore der Stadt und wurde bereits im 9. Jahrhundert schriftlich genannt, auch wenn es erst im 11. Jahrhundert sein heutiges Aussehen erhielt. Das Stadttor wurde im Laufe der folgenden Jahrhunderte mehrmals restauriert, nachdem das Tor sowohl während der Reconquista, als auch während des französischen Krieges, immer wieder beschädigt wurde. Die Puerta de Elvira wurde in einem Gedicht des Poeten Frederico García Lorca genannt und 1896 als historisches Monument eingestuft.
 
Das Museo Arqueológico y Etnológico in Granada
Das Museo Arqueológico y Etnológico in Granada wurde im Jahr 1896 gegründet, zog jedoch bereits 1917 in das Casa de Castril um, eines der bedeutendsten Renaissancegebäude Granadas aus dem 16. Jahrhundert. Zu dieser Zeit sprach man jedoch noch nicht vom Museo Arqueológico y Etnológico, sondern die Sammlungen bestanden aus einigen der bedeutendsten archäologischen Gegenständen und vor allem aus Gemälden. Mit der Zeit vergrößerte sich das Museum und 1962 erwarb das Museum auch das Atelier des andalusischen Malers Rafael Latorre und gliederte es im Museum ein. Im Jahr 1980 wurde dem Museum eine ethnografische Abteilung hinzugefügt, wobei die Gemäldesammlung mittlerweile durch eine sehr ausgedehnte archäologische Sammlung ersetzt worden war.
 
Der Generalife in Granada
Wie bereits die Alhambra, so geht auch der Generalife auf die Zeit der arabischen Besetzung Andalusiens zurück. Unter Generalife versteht man die Gartenanlagen unmittelbar im Anschluss an die Alhambra, die die arabischen Herrscher nutzten um dort zu entspannen. Die Anlage der Generalife begann im 12. Jahrhundert unter Muhammad II. und wurde 1319 unter Ismail I. erweitert, wobei unter diesem Sultan vor allem das Bewässerungssystem angelegt wurde. Das Palast in der Generalife ist weniger ein Palast, sonder wurde als landwirtschaftliches Gut erbaut von wo aus die gesamte Gartenanlage verwaltet wurde.
 
Die Catedral de la Encarnación in Granada
Die Catedral de la Encarnación in Granada wurde an der Stelle der vorhergehenden Mezquita im 16. Jahrhundert errichtet, wobei das Renaissancegebäude, mit Elementen der Gotik, stark von der Kathedrale in Toledo beeinflusst wurde. Ein Meisterwerk der Kathedrale ist der Hauptaltar, der nicht nur aus einem der größten Silberretabel Spaniens besteht und zwischen 1520 und 1522 von Felipe Bigarny geschaffen wurde , sondern wo man auch die katholischen Könige findet die Andalusien während der Reconquista zurück zum katholischen Glauben gebracht haben.
 
Das Monasterio de San Jerónimo in Granada
Das Monasterio de San Jerónimo bildet, gemeinsam mit der Iglesia de San Jerónimo, eine Einheit und wurden beide zu Beginn des 16. Jahrhunderts, nach der Reconquista Granadas durch die katholischen Könige, im Renaissance-Stil erbaut. Das Kloster San Jerónimo, das, genau genommen, aus zwei Klöstern besteht, gilt heute als das bedeutendste Renaissancekloster Andalusiens, wobei allein der Klostergarten und die künstlerische Ausschmückungen einen Besuch des Klosters wert sind. Das Monasterio de San Jerónimo gilt als das erste Kloster Andalusiens das nach der Reconquista erbaut wurde, wobei die Truppen Napoleons das Kloster besetzten und anschließend zerstörten. Erst ab Ende des 20. Jahrhunderts wurde das Gebäude dann vollständig restauriert.
 
Das Palacio de la Chancillería in Granada
Der Palacio de la Chancillería in Granada wurde zwischen 1531 und 1587 im Auftrag des Königs Carlos I. von Spanien erbaut und gehört daher zu jenen Gebäuden Granadas die kurz nach der Reconquista errichtet wurden. Das im Manierismus geschaffene Gebäude beherbergt heute das Tribunal Superior de Justicia de Andalucía, Ceuta y Melilla. Der bedeutendste Teil dieses Palastes ist die Fassade, die geradezu als Symbol des Manierismus in Granada gilt und künstlerisch ausgeschmückt wurde. Im hinteren Teil des Palacio de la Chancillería befindet sich das Cárcel Real, also das königliche Gefängnis.
 
Das Castillo de Bibataubín in Granada
Das Castillo de Bibataubín in Granada, auch als Palacio de Bibataubín bezeichnet, wurde im Jahr 1752 im Anschluss eines arabischen Turms erbaut. Vermutlich war es auch die Pforte, die diesen Turm durch ein Tor mit einem zweiten Turm, von dem keine Reste erhalten sind, verband, den Namen gab, denn Bibataubín bedeutet "die Ziegelpforte". Im Jahr 1933 wurde dieses Castillo zur Diputación Provincial und 2010, nach einer sehr umfangreichen Restauration, das Gebäude des Consejo Consultivo de Andalucía. Künstlerisch von Bedeutung ist vor allem die dekorierte Fassade des Palacio Bibataubín mit seinen Balkonen.
 
Die Torres Bermejas in Granada
Bei den Torres Bermejas handelt es sich um drei Türme unterschiedlicher Größe und gehörten vermutlich zur Stadtmauer aus der arabischen Zeit Andalusiens, da sie strategisch so liegen dass sie ein Schutz der ersten Alcazaba der Alhambra dienen konnten. Diese drei Türme wurden auch während der christlichen Zeit zur Verteidigung benutzt, wobei man bei den Türmen Reste von maurischen Gräbern finden konnte. Archäologen gehen davon aus dass die Torres Bermejas nicht nur Teil der Stadtmauer waren, sondern auch Teil eines ehemaligen Castillo.
 
Die Baños árabes del Bañuelo in Granada
Die Baños árabes del Bañuelo in Granada wurden aller Wahrscheinlichkeit nach im 11. Jahrhundert als Baño del Nogal erbaut und waren nur eines der zwölf arabischen Badeanlagen die man um diese Zeit in Granada finden konnte.Die Baños árabes del Bañuelo wurden auch nach der Reconquista durch die katholischen Könige nicht zerstört, sondern noch bis zum 16. Jahrhundert weiterhin benutzt, da die arabischen Bewohner Granadas nicht vertrieben wurden und noch einen großen Teil der Bevölkerung ausmachten, bis sie im Jahr 1610 dann ausgewiesen wurden. Ab dieser Zeit wurden die arabischen Bäder dann als öffentliche Wäschereien benutzt, um wenig spääter mit Wohngebäuden überbaut zu werden. Ab 1927 wurde die Baños árabes del Bañuelo dann vollkommen restauriert und erhielten ihr heutige Aussehen.
 
Der Corral del Carbón in Granada
Der Corral del Carbón in Granada ist der einzige Alhóndiga, ein vollständig erhaltener Lebensmittelspeicher auf der iberischen Halbinsel, aus der Zeit der Nasriden und wurde zu Beginn des 14. Jahrhundert erbaut. In diesem Alhóndiga wurde insbesondere Getreide gelagert das sowohl für reisende Händler, als auch für die Bevölkerung Granadas gedacht war. Auch wenn der Corral del Carbón im westlichen Stil erbaut wurde, so handelt es sich bei der gesamten Dekoration um Arbeiten, die ausschließlich mit Granada verbunden werden kann. Mitte des 16. Jahrhunderts entwickelte sich das Gebäude zur Herberge der Kohlenhändler (carboneros) und etwa 50 Jahre später wurde das Gebäude ein corral de comedias, also ein Theater. Im Jahr 1992 wurde der Corral del Carbón dann vollständig restauriert und erhielt wieder, zumindest weitgehend, sein ursprüngliches Aussehen.
 
Die Puerta Monaita in Granada
Die Puerta Monaita in Granada wird auch als Puerta de la Alhacaba genannt, und war eines der ältesten Stadttore von Granada. Die Puerta Monaita war in der Mauer zirí (Mauer der Alcazaba) integriert und auf diese Weise mit der Puerta de Elvira und derPuerta de las Pesas verbunden, die ebenfalls in die ursprüngliche Stadt Granada führten. Die Puerta Monaita wurde in den folgenden Jahrhundert mehrmals restauriert und teilweise umgebaut bis sie in den Jahren 1998/1999 letztmals restauriert wurde, da sie während des vorhergehenden Jahrhunderts durch Vandalismus stark zerstört worden war.
 
Der Alcázar Genil in Granada
Der Alcázar Genil in Granada, auch als Palacio de Abú Said bezeichnet, ist ein befestigter Palast der unter der Regierung der Almohaden im Jahr 1218 erbaut wurde.und über eine Gartenanlage verfügte die zu Ehren von Prinzessin Aixa angelegt wurde. Der Alcázar Genil wurde außerhalb der Stadtmauer gebaut, in einem Gebiet mit der fruchtbarsten Erde Granadas. Bei dieser Anlage handelte es sich daher um ein bedeutendes, landwirtschaftliches Gut für die Adeligen jener Zeit in der bedeutende Empfänge stattfanden und für jede Art von Unterhaltung gesorgt wurde, und wo man auch einen künstlichen Teich mit einer Länge von über 120 Meter fand.
 
Fortsetzung folgt ...
 
Gastronomische Spezialitäten in Granada
 
Die Küche Granadas ist vor allem von den arabischen Einflüssen und dem jüdischen Brauchtum des Mittelalters geprägt, daher sehr gewürzreich mit einem sehr ausgeprägten Geschmack. Bei Fleischspeisen, insbesondere bei Schweinefleisch, spürt man dann jedoch die Ankunft der katholischen Eroberer, die die ursprüngliche Küche erweiterten. Während man Fisch in Granada von der andalusischen Küste holen muss, bietet die sehr unterschiedliche Landschaft und das Klima, das bis zum Hochgebirge reicht, eine Vielfalt an Fleischgerichten und vor allem Gemüse das auf sehr unterschiedliche Weise zubereitet werden kann. Typische Gerichte Granadas, angefangen von tapas bis zu platos principales, werden daher mit lomos (Lenden), jamón (Schinken), chorizo, morcilla (Blutwurst), Bohnen und Wild angerichtet. Auch Suppen sind in Granada sehr bedeutend, insbesondere die olla de San Antón (eine Suppe mit Schweinefleisch) oder die cazuela de calabaza (Kürbissuppe), wobei gerade bei Suppen die Gewürze zum typischen Geschmack beitragen. Was Nachspeisen und Süßigkeiten betrifft, so ist die Auswahl in Granada geradezu immens und teilweise auch der Jahreszeit angepasst. Zu nennen sind insbesondere hojaldres (Blätterteiggebäck), huevos moles (Eigelbkonfekt), tartas de gloria (Blätterteigtorte), empanadillas (Teigtaschen) und roscos moriscos (Morisken). Granada gehört auch weiterhin zu jenen Städten in denen man zu Getränken kostenlose tapas erhalten kann.
 
Handwerk und Kunsthandwerk in Granada
 
Auch wenn Granada über Handwerker verfügt die mit Holz und Leder arbeiten und hervorragende Qualität bieten, so ist Granada insbesondere für sein Kunsthandwerk bekannt, das in vielen Fällen bis zur arabischen Epoche Andalusiens zurückreicht. Zum bekanntesten Kunsthandwerk Granadas gehören die Fajalauza-Keramik mit Motiven die auch bei Lederarbeiten und beim Weben von Teppichen benutzt werden, und die Taracea-Intarsienarbeiten, die nicht nur bei Holz, sondern auch auf Leder und mit Metall geboten wird. Die Taracea-Motive kommen sehr häufig von Motiven die man in der Alhambra sehen kann. Auch Lederarbeiten jeder Art findet man in Granada, wobei hierbei insbesondere Arbeiten in Polychromie weit über die Landesgrenzen Spaniens hinaus bekannt sind. Bei modernerem Kunsthandwerk greift man in Granada insbesondere zu Kupfer und zur Kupfer-Zink-Legierung, wobei dieses Material nicht nur für die Herstellung von Schmuck, sondern auch Lampen, Pfannen und Dekorationsgegenständen aus Kupfer gestaltet werden. Zu den bedeutendsten Kunsthandwerkern Granadas gehören auch die rund 12 Gitarrenhersteller, die jede ihrer Gitarren ausschließlich in Handarbeit herstellen und ihren Instrumenten Klänge verleihen, die man in den bedeutendsten Gitarrenkonzerten hören kann.
 
Wir arbeiten permanent an diesen Seiten und werden bei Granada die Fortsetzung der Geschichte veröffentlichen, aber auch alle bedeutenden Sehenswürdigkeiten, die wichtigsten Feste und die lokale Gastronomie hinzufügen, aber auch Ausflugsmöglichkeiten in andere Städte, die jeweils in den gleichen Provinzen liegen.