La Línea de la Concepción und 3000 Stunden Sonne

In La Línea de la Concepción sind gegenwärtig knapp 64.000 Einwohner gemeldet und die Stadt liegt nördlich an der Grenze zu Gibraltar. Auch wenn es La Línea de la Concepción gelang sich am 20. Juli 1870 unabhängig zu machen, so erhielt der Ort die Stadtrechte erst im Jahr 1913 von Alfonso XIII. überreicht. Die Nähe zu Gibraltar verhinderte allerdings weitgehend die industrielle Entwicklung von Línea de la Concepción, da sie nicht mit der Freizone von Gibraltar konkurrieren konnte. Und selbst der Tourismus, der die Stadt in den 90er Jahren erreichte, blieb, trotz des langen Sandstrands, nur eine Nebeneinnahme.
 
La Línea de la Concepción ist der letzte und südlichste Ort der Costa del Sol mit elf Kilometer feinem Sandstrand. Bisher gelang es der Stadt keinen Luxustourismus zu finden, da sie nicht mit den nahe gelegenen, bereits sehr bekannten Städten konkurrieren kann, obwohl La Línea de la Concepción jedes Jahr im Schnitt 3000 Sonnenstunden hat und, auf Grund einer Meeresströmung vor der Küste, über sehr milde Winter verfügt, jedoch auch über sehr heiße Sommer. Der Strand von La Línea de la Concepción verfügt gleichzeitig über extrem sauberes Wasser, das seit vielen Jahren auch über die Blaue Fahne verfügt.

Línea de la Concepción, 3000 Stunden Sonne pro Jahr
Foto: Herbert Kårlin

Die Geschichte der Stadt Línea de la Concepción
 
Bisher konnte man nicht nachweisen dass die Stadt Línea de la Concepción vor dem 15. Jahrhundert in irgendeiner Weise bewohnt war. Man muss jedoch bedenken dass die Geschichte der Stadt sehr stark von jener Gibraltars abhängig ist und sehr lange als Pufferzone zwischen Gibraltar und Andalusien diente. Bevor Línea de la Concepción offiziell bewohnt wurde, zogen daher mehrere Völkergruppen durch das Gebiet in dem sich heute die sehr touristische Stadt befindet.
Fortsetzung folgt ...
 
Sehenswürdigkeiten in Línea de la Concepción
 
Der Torre Nueva in Línea de la Concepción
Der Torre Nueva ist einer der 44 Türme die entlang der andalusischen Küste zwischen dem Río Guadiaro bis zur portugiesischen Grenze errichtet wurden und die Bewohner des Küstengebietes gegen die Überfälle der Piraten schützen solle. Der Torre Nueva wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts, unter der Regierungszeit von Felipe III., erbaut und war an einer Stelle errichtet, die es ermöglichte mit Hilfe von Rauch oder Feuer mit den jeweiligen naheliegenden Wachtürmen zu kommunizieren. Auch wenn sich der Torre Nueva bei Línea de la Concepción befindet, so existierte dieses Wachsystem von der portugiesischen Grenze bis Katalonien, erstreckte sich also entlang des gesamten spanischen Küstenstreifens.
 
Der Mercado Central de Abastos in Línea de la Concepción
Der Mercado Central de Abastos de Rota wurde im Jahr 1882 an der Stelle des früheren Convento de la Merced erbaut, wovon lediglich der Turm erhalten wurde. Die Markthalle hatte sich mit der Zeit in ein Zentrum mit Spezialitäten Andalusiens verwandelt in dem auch mehrere Restaurants untergebracht sind. Die alte Markthalle, Mercado Central de Abastos, ist ein Meisterwerk des Modernismus und wird gegenwärtig vollständig restauriert um das Meisterwerk des Architekten Adolfo del Castillo Escribano im ursprünglichen Stil behalten zu können.
 
Das Museo Taurino in Línea de la Concepción
Das Museo Taurino in Línea de la Concepción gilt als eines der bedeutendsten Museen zur Geschichte des Stierkampfes in Andalusien in dem nicht nur die Liebhaber des Stierkampfes ihre Fragen beantwortet finden, sondern auch Gegner des Stierkampfes die verstehen wollen warum sich ein Teil der Menschheit vom Stierkampf angezogen fühlt, da man im Museo Taurino de Línea de Concepción neben unzähligen Fotos, Plakaten, Trophäen und der Geschichte des andalusischen Stierkampfes auch die prachtvollen Kleidung der matadores, der banderilleros und der picadores sehen kann, und auch jene Gegenstände findet die einen Prunk ausstrahlen dem die Toreros noch heute nachstreben. Der von Beginn an zum Tode verurteilte Stier ist auch in diesem Museum geradezu eine Nebensache.
 
Die Fuerte de Santa Bárbara in Línea de la Concepción
Die Fuerte de Santa Bárbara in Línea de la Concepción ist Teil der sogenannten Línea de Contravalación die König Felipe de Anjou, der erste spanische König aus dem französischen Haus Bourbon, im Jahr 1730 als Festung errichten ließ, nachdem holländisch-englische Soldaten einige Jahre vorher Gibraltar eingenommen hatten und nun weitere Teile Spanien bedrohten. Diese Verteidigungslinie mit mehreren Festungen machte Gibraltar zu einer Enklave die bis heute existiert. Die Fuerte de Santa Bárbara wurde indes 1810 von englischen Truppen zerstört, unter dem Vorwand dass sonst die Festung in französische Hände geraten könne.
 
Fortsetzung folgt ...
 
Gastronomische Spezialitäten in Línea de la Concepción
 
Línea de la Concepción gehört zu jenen Städten Andalusiens in denen es sehr schwierig ist andalusische Gerichte zu finden, und in denen es unmöglich ist eine lokale Küche zu entdecken, da der hohe Anteil an Briten und die Nähe zu Gibraltar eine Anpassung der Gerichte forderte. Es ist in Línea de la Concepción daher problemlos möglich Cheddar statt Manchego zu kaufen und in Hauptgerichten, Salaten und Nachspeisen englische Zutaten zu finden, die von Gibraltar aus nach Línea de la Concepción gelangen. Selbst zum Frühstück trinkt man eher grünen Tee und greift zu Toast mit Marmelade. Sicher gibt es in der Stadt auch einige Restaurants mit andalusischer Küche, jedoch sind die meisten unter ihnen ebenfalls an britische Gäste gewöhnt und haben ihre Gerichte entsprechend angepasst. Wer in Línea de la Concepción Gerichte essen will die der andalusischen Küche am nächsten kommen, sollte auf jeden Fall zu Fischgerichten greifen, wobei der Mangel an lokalen Gerichten nicht bedeutet dass das Essen minderwertig ist, sondern es handelt sich lediglich überwiegend um eine sehr moderne Küche, die typisch britische Eigenheiten aufweist.
 
Wir arbeiten permanent an diesen Seiten und werden bei Línea de la Concepción die Fortsetzung der Geschichte veröffentlichen, aber auch alle bedeutenden Sehenswürdigkeiten, die wichtigsten Feste und die lokale Gastronomie hinzufügen, aber auch Ausflugsmöglichkeiten in andere Städte, die jeweils in den gleichen Provinzen liegen.