Sehenswürdigkeiten in Málaga

Die Alcazaba in Málaga
Die Alcazaba in Málaga wurde im 11. Jahrhundert begonnen und war eine schlossähnliche Festung, die 300 Jahre lang immer wieder umgebaut und ausgebaut wurde. Sie gilt heute als die am besten erhaltene Alcazaba Spaniens. Zu Fuß der Alcazaba liegt das römische Theater und auf der Anhöhe gelangt man zum Castillo de Gibralfaro. Die Alcazaba im aktuellen Stil wurde unter dem Königreich von Granada nahezu vollständig umgebaut, inklusive der Wohnhäuser, auch wenn beim Umbau viele vorhandene Elemente übernommen wurden. Bis zum 18. Jahrhundert wurde die Alcazaba in Málaga weiterhin militärisch genutzt, um dann, zumindest bis 1933 als Wohngebiet zu dienen.
 
Das Teatro Romano in Málaga
Das Teatro Romano in Málaga wurde im Jahr 1951 bei der Anlage einer Gartenanlage entdeckt. Zu Beginn sah man nur die Ruine eines Tors, aber wenig später stellte man fest dass es sich um ein römische Theater handelte. Allerdings sollte man den vollen Umfang des Fundes erst in den 90er Jahren verstehen, da erst in diesem Jahrzehnt die gesamten Ausgrabungen beendet waren. Zu diesem Zeitpunkt stellte man fest dass es sich beim Teatro Romano in Málaga um eine Theater mittlerer Größe handelte, das bereits zu Beginn der römischen Epoche erbaut worden war und heute über ein kleines Informationszentrum erreicht werden kann.

Die Hafenkapelle in Málaga
Foto: Herbert Kårlin

Der Mercado de Atarazanas in Málaga
Der Mercado de Atarazanas, die Markthalle in Málaga, entstand zwischen 1876 und 1879 durch den Umbau einer Werft, die bis zur Epoche der Nasriden zurückgeht, wovon noch heute eine Marmorpforte zeugt. Der vom Stil her stark an die arabische Bauweise angepasste Mercado entstand im Gebiet des alten Militärhospitals, wobei zu Beginn des 19. Jahrhunderts nahezu der gesamte Stadtteil in extrem schlechtem Zustand war, so dass man ab 1822 das gesamte Gebiet dem Erdboden gleich machen wollte. Erst 1868 entschied dann die Junta Revolucionario die entsprechenden Mauern und Gebäude abzureißen um eine Markthalle zu bauen. Zu verdanken war diese Entscheidung der sehr hohen Arbeitslosigkeit dieser Zeit, da man mit Hilfe der Arbeiten den Armen Málagas, die als Bauarbeiter beschäftigt wurden, das Überleben garantieren konnte.
 
Die Catedral de la Encarnación in Málaga
Der Bau der Catedral de la Encarnación, auch als Catedral Basilica de la Encarnación bezeichnet, begann im Jahr 1525, und es sollte bis 1782 dauern bis die Kathedrale dann beendet war, wobei die Kathedrale Málagas auf der vorhergehenden Mezquita errichtet wurde, jener Stelle, die von Königin Isabel und König Fernando nur wenige Tage nach der katholischen Reconquista im Jahr 1487 als Platz für die Kathedrale bestimmt worden war. Auf Grund der langen Bauzeit findet man in der Catedral de la Encarnación drei verschiedene Baustile, die von der Gotik über das Barock bis zur Renaissance reichen. Bis zum Jahr 2012 war die Kathedrale in Málaga das höchste Gebäude Andalusiens, was heute, mit dem modernen Städtebau natürlich nur noch eine Erinnerung ist.
 
Das Museo Picasso Málaga
Das Museo Picasso Málaga ist das meist besuchte Museum Málagas, wobei es sich bei rund 70 Prozent der Besucher um ausländische Besucher der Stadt handelt. Das Museum, das sich im Palacio de los Condes de Buenavista befindet, enthält 276 Werke des Künstlers Pablo Picasso und umfasst nahezu 80 Schaffensjahre des Künstlers, der am 25. Oktober in Málaga geboren wurde. Auch wenn die Sammlung der Gemälde bis zur Epoche Franco zurückreicht, so wurde das Museo Picasso erst im Oktober 2003 im Beisein von König Juan Carlos I. und Königin Sofia eingeweiht.
 
Das Museo del Patrimonio Municipal in Málaga
Das Museo del Patrimonio Municipal in Málaga wurde im Jahr 2007 eingeweiht und befindet sich zu Fuße des Hügels Gibralfaro. Diesem Museum verfügt über rund 5000 Ausstellungsstücke, wobei 1100 Quadratmeter den permanenten Ausstellungen gewidmet sind und 800 Quadratmetern temporären Ausstellungen. Für die permanente Ausstellung wurden 100 Bilder gewählt die in chronologischer Folge die Beziehung zwischen Stadtverwaltung und Stadt dokumentieren. Gleichzeitig bietet das Museo del Patrimonio Municipal auch Vorträge und andere Aktivitäten die eine Verbindung zwischen dem Málaga des 15. Jahrhunderts bis zur Gegenwart bieten.
 
Das Museo Carmen Thyssen in Málaga
Das Museo Carmen Thyssen wurde im Jahr 2011 eingeweiht und befindet sich im Palacio de Villalón, einem Palais aus dem 16. Jahrhundert. Das Museum beherbergt überwiegend die private Gemäldesammlung von Carmen Thyssen-Bornemisza und bietet dem Besucher eine Gemäldesammlung die einige der bedeutendsten Werke des 17. Jahrhunderts bis zum Beginns des 20. Jahrhunderts, bietet. Bei den Künstlern handelt es sich um mehrere Meister Andalusiens, überwiegend jedoch um spanische Maler. Im Museo Carmen Thyssen kann man neben Werken Zurbaráns (Madrid) Gemälde von Joaquin Sorolla (Valencia), Ramón Casas (Barcelona), Julio Romero de Torres (Córdoba) und zahlreicher anderer Künstler finden.

Die Kirche der Heiligen Märtyrer in Málaga
Foto: Herbert Kårlin

Der Farola in Málaga
Der Farola ist ein Leuchtturm der im Jahr 1817 an der Hafeneinfahrt fertiggestellt wurde und unmittelbar zu einem Symbol Málagas wurde. Der Farola ersetzte eine Holzleuchte die an der gleichen Stelle seit 1717 die Rolle eines Leuchtturms übernommen hatte um die sichere Einfahrt in den Hafen zu garantieren. Während des Erdbebens des Jahres 1884, das weite Teile Andalusiens erschütterte, wurde der gesamte Leuchtmechanismus des Farola so stark beschädigt dass der Leuchtturm nahezu ein Jahr lang wieder per Hand beleuchtet werden musste. Im Jahr 1909 erhielt der Leuchtturm einen zusätzlichen Raum für den Leuchtturmwächter und 1913 wurde der gesamte Mechanismus für die Beleuchtung erneuert.
 
Das Centre Pompidou in Málaga
Das Centre Pompidou wurde 2015 eingeweiht und befindet sich im sogenannten El Cubo, einem farbenprächtigen Würfel aus Glas und Metall. Das Centre Pompidou in Málaga war das erste Zentrum des Centre Nacional de Arte y Cultura Georges Pompidou außerhalb Frankreichs und präsentiert eine außerordentliche Gemäldesammlung das, unter anderem, Werke von Picasso, Magritte, Marc Chagall, Joan Miró und Frida Kahlo enthält. Ursprünglich sollte sich das Centro Pompidou nur für fünf Jahre in Málaga befinden, aber auf Grund des enormen Erfolgs wurde der Vertrag mittlerweile bs zum Jahr 2025 verlängert.
 
Das Acueducto de San Telmo in Málaga
Das Acueducto de San Telmo wurde im 18. Jahrhundert, nach langen Trockenzeiten und einer wachsenden Bevölkerung, erbaut um Wasser vom Río Guadalmedina über ein elf Kilometer langes Aquädukt nach Málaga zu führen, zum einen um die Trinkwasserversorgung zu sichern, zum anderen für die Bewässerung der Gärten und der landwirtschaftlichen Güter. Das Acueducto de San Telmo gilt in ganz Spanien als ein Meisterwerk der hydraulischen Ingenieurkunst des 18. Jahrhunderts. Dieses Aquädukt, das von Bischof José de Molina Lario y Navarro finanziert wurde, benötigte insgesamt den Bau von 33 Brücken und zwei Tunnel über die das Wasser nach Málaga geleitet wurde.
 
Das Castillo de Gibralfaro in Málaga
Dort wo man heute das Castillo de Gibralfaro findet, hatten bereits die Phönizier ein ummauertes Gebiet das über einen Leuchtturm verfügte der den Namen Gibralfaro trug. Die Römer hatten dann aus den Ruinen eine erste Festung errichtet die, nach Ankunft der Mauren, unter dem Kalif Abderramán III. ausgebaut wurde und sich in eine bedeutende Festung verwandelte. Unter der Regierung der Nasriden wurde das Castillo de Gibralfaro im Jahr 1340 dann zu einem Alcázar ausgebaut und wurde zum Sitz des Emirs Yusuf I. Als 1487 die katholischen Könige Málaga übernommen hatten, entschied sich Fernando el Católico dazu das Castillo de Gibralfaro als Wohnsitz zu nehmen und er verlegte eine Truppe in das Castillo um die gesamte Anlage schützen zu können. Innerhalb des Castillo de Gibralfaro findet man auch ein Centro de Interpretación mit ausführlichen Hinweisen zur Geschichte des Castillo.
 
Der Jardín Botánico La Concepción in Málaga
Der Jardín Botánico La Concepción in Málaga wurde im englischen Stil gestaltet und wurde insbesondere mit subtropischen Pflanzen versehen die in Europa vorkommen. Gegenwärtig findet man im Botanischen Garten Málagas über 50.000 Pflanzen die im Klima Málagas überleben können. Bevor der Jardín Botánico La Concepción im Jahr 1990 in den öffentlichen Besitz überging, handelte es sich bei dieser Anlage um den privaten Garten einer der reichsten Familie der Stadt die hier nicht nur den Grundstock für den Botanischen Garten legten, sondern diesen auch mit archäologischen Funden aus der römischen Epoche dekorierten.
 
Das Casa Consistorial in Málaga
Das Casa Consistorial de Málaga, auch als Casona del Parque bezeichnet, wurde zwischen 1911 und 1919 am Paseo de Parques in einem Stil erbaut der sowohl neobarocke Elemente als auch Elemente des Modernismus enthält und heute das Rathaus der Stadt mit der gesamten Verwaltung ausmacht. Seit 2010 steht das Casa Consistorial, gemeinsam mit den Jardines de Pedro Luis Alonso, unter Denkmalschutz. Das Casa Consistorial de Málaga war das erste Gebäude am Paseo del Parque, dem sich, einige Jahre später, auch das Casa de Correos y Telégrafos und später die Banco de España anschlossen.
 
Die Iglesia de San Juan Bautista in Málaga
Die Iglesia de San Juan Bautista in Málaga ist eine der vier Kirchen der Stadt die noch von den katholischen Königen im Rahmen der Reconquista im Jahr 1487 erbaut wurde. Die Kirche wurde ursprünglich im gotischen Stil erbaut, jedoch noch mit zahlreichen Elementen im Mudéjar-Stil, wobei der Kirchturm allerdings erst 1543 beendet war. Nur rund zehn Jahre später wurde der Innenraum der Iglesia de San Juan Bautista jedoch im Auftrag des Bischofs Bernardo Manrique umgebaut und erhielt weitgehend das heutige Aussehen. Während des Erdbebens des Jahres 1680 wurde die Kirche und der Kirchturm stark beschädigt, jedoch weitgehend im vorhergehenden Stil, abgesehen von der reich dekorierten Pforte der Kirche, die erst Mitte des 18. Jahrhunderts hinzugefügt wurde, wie auch einige barocke Elemente die man heute in der Kirche entdecken kann.
 
Die Capilla del Rescate in Málaga
Die Capilla del Rescate in Málaga wird auch als Capilla Faro de la Victoria bezeichnet, wurde zwischen 1797 und 1800 von der Brüderschaft Cristo de la Expiración erbaut, die bis 1896 auch ihren Sitz in dieser Kapelle hatte. Als sich 1949 die Brüderschaft Cofradía del Recate neu gründete, übernahm diese die Capilla del Rescate und ab 1951 wurden hier auch die Ärmsten der Stadt mit Nahrung versorgt. Allerdings verschlechterte sich der Zustand der Kapelle immer mehr, so dass diese zwischen 1975 und 1977 vollständig restauriert wurde, allerdings in so oberflächlicher Form dass sie bereits 1981 erneut restauriert werden musste und 1995 konnte die Capilla del Rescate wieder für Besuche geöffnet werden. Heute ist diese Kapelle eine der bedeutendsten und schönsten Straßenkapellen Málagas.
 
Das Teatro Municipal Miguel de Cervantes in Málaga
Der Bau des Teatro Municipal Miguel de Cervantes in Malaga wurde im Jahr 1869 nötig, da das vorhergehende Teatro de la Merced abgebrannt war. Ursprünglich und umgangssprachlich wurde das Teatro Municipal Miguel de Cervantes nur als Teatro Cervantes bezeichnet, wobei dieses Theater als das älteste Theater der Costa del Sol gilt. Auch wenn das Teatro Cervantes, das vom Stadtarchitekten Gerónimo Cuervo geplant wurde, im Inneren reich dekoriert ist, so ist die Fassade des Theaters sehr einfach gehalten, wenn man von einigen Details, wie den fünf gusseisernen Leuchtern, absieht.
 
La Malagueta, die Stierkampfarena Málagas
Die Stierkampfarena Málagas, La Malagueta, liegt im Osten der Stadt, direkt am Plaza de Toros und wurde ab 1874 vom Architekten Joaquím Rucoba erbaut, der auch für die Markthalle Mercado de Atarazanas verantwortlich zeichnete. Im Jahr 1939, während der letzten Monate des Bürgerkriegs, wurden hier auch die Feinde des Landes eingesperrt, da das Konzentrationslager der Stadt bereits überfüllt war. Das heutige Aussehen erhielt die Stierkampfarena dann im Jahr 2019 bei einer Restauration des halb zerfallenen Gebäudes. Seit dieser Zeit kann die Arena auch für Kongresse und kulturelle Veranstaltungen jeder Art benutzt werden, und dies das ganze Jahr über.
 
Fortsetzung folgt ...